CMYK und Sonderfarben im Vergleich


Die nächsten Artikel hier im printoo-Blog beschäftigen sich mit dem Thema CMYK und Sonderfarben. Wir gehen in diesem ersten Artikel auf die Unterschiede ein und zeigen dann in weiteren Beiträgen welche Sonderfarben-Systeme es gibt und wo sinnvolle Einsatzgebiete sind.

Um im Druckprozess zum Beispiel bei Fotos einen möglichst großen Farbumfang zu erreichen, werden üblicherweise vier Grundfarben (Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz) in einer bestimmten Punktanordnung zusammengedruckt und erzeugen so den Eindruck von Halbton-Farben wie man es aus der Fotobelichtung kennt.

Nun gibt es natürlich neben Fotos auch noch andere Gestaltungselemente, die in den verschiedensten Farben und Farbkombinationen miteinander auf einem Produkt verteilt sein können. Müsste man für jede dieser Farben einen eigenen Farbtopf nehmen, würde das Druckprodukt wohl in den meisten Fällen unbezahlbar werden. Das heißt, auch für solche Farbflächen werden die vier Grundfarben gemischt, und es entsteht der Eindruck einer geschlossenen Farbfläche ähnlich der RGB-Mischung am Monitor.

Infos zur Rasterung in CMYK finden Sie im Artikel „Rastertechnologie im Offset-Druck

Sonderfarben, oder auch Vollton-Farben, sind tatsächlich eigene Farben, die seperat ins Farbwerk gefüllt werden. Das heißt, es existiert ein gesonderter Farbtopf mit einer speziellen Zusammensetzung an Farbpigmenten für diesen Farbton.

Durch die spezielle Zusammensetzung von Pigmenten können mit diesen Farben einerseits brilliantere Farbflächen gedruckt werden, und sie unterliegen nicht den üblichen Farbtoleranzen im CMYK-Druck. Auch Metallic-Farben lassen sich im reinen CMYK-Druck nicht realisieren. Das heißt, es gibt Einsatzgebiete bei denen Sonderfarben durchaus sinnvoll sind und es gibt Einsatzgebiete – wie zum Beispiel den üblichen Flyer – wo es doch eher auf den Preis ankommt. Hier versucht man den Farbton mit den vier Grundfarben zu simulieren. Die Wirkung dieser Simulation unterscheidet sich in der Qualität von Farbe zu Farbe sehr stark. So wird man einige Farbtöne nicht ohne geschultes Auge von den Sonderfarben unterscheiden können, es gibt aber auch Farben die man nicht zufriedenstellend simulieren kann.

Kommentare

  1. Pingback: Begriffserklärung: 4-farbig drucken, 1 oder 2-farbig drucken | Printoo Blog | Wir machen Druck. Die Online-Druckerei aus dem hohen Norden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.